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Tropenhaus

 

Vertretene Regionen

Im Tropenhaus wachsen bei einer Minimaltemperatur von 20 bis 25°C und einer relativen Luftfeuchte von ca. 70 % Pflanzen aus den äquatorialen immerfeuchten, gleichwarmen Klimazonen

  • des Amazonas/Orinoko-Beckens,
  • des Kongos,
  • Kameruns und
  • Gabuns,
  • sowie des indo-malayischen Tieflandes.


 


 

Klimatische Bedingungen in den Herkunftsgebieten

Die Temperatur dieser Gebiete liegt durchgehend zwischen 25 bis 28 °C und ist mit Schwankungen von wenigen Grad Celsius über das ganze Jahr konstant.

Ebenfalls vorwiegend gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt ist die Niederschlagsmenge von 2000–5000 mm (max. 10 000 mm) jährlich.

In den eigentlichen Tropen, der äquatorialen Zone zwischen dem 10. Breitengrad N und S, herrscht ein Tageszeitenklima, d. h. die täglichen Temperaturschwankungen sind größer als die Jahresschwankungen der mittleren Tagestemperaturen; auch die Tageslänge beträgt konstant ca. 12 h.

Die typischen Zenitalregen dieser Klimazone entstehen durch das Abkühlen der aufsteigenden warmen Luftmassen, wodurch ein allnachmittägliches Abregnen unter starker Gewitterbildung bewirkt wird. In den tropischen Randzonen zwischen dem 10. und 23. Breitengrad N bzw. S. zeigen die Tagesdurchschnittstemperaturen schon merkliche Schwankungen über das Jahr (zwischen 20 und 28 °C) und die Niederschläge (über 2000 mm pro Jahr) sind auf eine Sommerregenzeit (auf der Südhalbkugel Oktober-März) konzentriert. Jedoch auch in der kühleren Trockenzeit liegt die monatliche Niederschlagsmenge meist über der des regenreichsten Monats in Deutschland. Die großen Niederschlagsmengen und die durch die starke Sonneneinstrahlung hervorgerufene Verdunstung bewirken die hohe relative Luftfeuchte (95–100 %) der tropischen Regenwälder.
Im Vergleich dazu die Werte von Freiburg: Jahresdurchschnittstemperatur +10,4 °C, jährliche Niederschlagsmenge ca. 930 mm, rel. Luftfeuchte 40–70 %.

Der tropische Regenwald zeichnet sich durch eine außerordentliche Artenvielfalt aus. Dabei sind in den Gebieten der alten und neuen Welt durch Konvergenz sehr ähnliche Waldstrukturen entstanden, die sich erheblich von der Struktur unserer temperaten Wälder unterscheiden.So finden sich in den Regenwälder häufig über 100 verschiedenen Arten pro Hektar, während in den natürlichen Wäldern Europas nur ca. 10 verschiedene Baumarten pro Hektar vorkommen.

 


 

Ausnahmen

Zum Abschluß sollen noch einige durch Blüten, Früchte oder Wuchs auffallende Arten Erwähnung finden, die zwar im Tropenhaus kultiviert werden, jedoch nicht zur Flora der immerfeuchten trop. Regenwälder gehören.

  • Der Kaffeestrauch (Coffea arabica und Coffea canephora), dessen rote Steinfrucht (Kaffeekirsche) die beiden, als Kaffeebohnen bezeichneten, coffeinhaltigen Samen enthält, wächst im mittelfeuchten, warmen Hügel- und Bergland bis zum 28. Breitengrad.
  • Die als Zimmerpflanze beliebten Drachenbäume (Gattung Dracaena) und Palmlilien (Gattung Cordyline) gehören zu den Liliengewächsen (Famlilie Liliaceae). Sie besiedeln weite, meist trockenere Gebiete der Tropen und Subtropen.
  • Durch ihre Blüten fallen die in den Tropen als Park- und Straßenbäume häufigen Spathodea campanulata (Afrikanischer Tulpenbaum) und Caesalpinia pulcherrima (Flammenbaum) auf, deren Heimat die eher trockenen Steppengebiete um den Äquator sind.

 

 


 

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