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Ökosystem Regenwald


Bedeutung des Regenwaldes

Tropische Regenwälder stellen nicht nur vom biologischen Standpunkt aus, wegen ihres Artenreichtums und der vielfältigen Formen der Anpassung ihrer Pflanzen und Tiere, ein hochinteressantes einzigartiges Ökosystem dar, sondern auch für den Wasser- und Sauerstoffhaushalt („Grüne Lunge“) sowie als „Reservoir“ für neue Nutz- und Medizinalpflanzen sind die Regenwälder von größter Bedeutung.

Menschliche Nutzung von Regenwäldern

Die „Nutzung“ der Regenwälder durch kleine nomadisierende Stämme ging nur deshalb über Jahrtausende gut, weil diese Menschen gelernt hatten mit der Natur und nicht von der Natur zu leben.
Jedoch schon die von größeren nomadisierenden Gruppen, besonders im indo-malaischen Raum, betriebene Brandrodung sowie erst recht der Versuch der Nutzung des Tropenwaldes als Agrarland oder als „Edelholzlieferant“ und die damit verbundenen großräumigen Abholzungen bedeuten das unwiederbringliche Ende des Regenwaldes.

Denn einmal vernichtet kann sich der Regenwald, da Beschattung und Feuchtigkeit des Waldinnern fehlen, nicht wieder regenerieren. Bestenfalls" bilden sich aus dornigen sträuchern zusammengesetzte Sekundärwälder, wenn nicht bei stärkerer Auswaschung der dünnen Humusschicht sogar Steppen oder fast pflanzenlose wüstenartige Gebiete entstehen. Die Ursache hierfür und für die max. 3–9 Jahre mögliche ackerbauliche Nutzung brandgerodeter Flächen ist die Tatsache, dass eine der üppigsten Vegetationsformen der Erde auf sehr kargem „Wüstenboden“ existiert. Auf Grund der hohen Temperaturen und der großen Luftfeuchte laufen die abbauenden Prozesse so schnell ab, dass es kaum zur Humusbildung kommt, sondern sich die gesamten Nährstoffe in einem ständigen Kreislauf zwischen Tier und Pflanze befinden. Fast 90 % des Nährstoffvorrates der Regenwälder sind in der lebenden Pflanzenmasse gespeichert und gehen bei Rodung fast vollständig verloren. Die heftigen tropischen Regenfälle waschen die entwaldeten Flächen aus und schwemmen Mineralstoffe und Humuspartikel weg. Diese Erosionsprozesse werden durch die nun ungehindert einstrahlende Sonne, die die Bodenoberfläche richtiggehend "verbäckt", noch verstärkt.
Wenn die Zerstörung der heute bereits zu rund 50 % vernichteten Tropenwälder in diesem Tempo weitergeht, wird im Jahre 2060 dieser einmalige Wald endgültig verschwunden sein.

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