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Forschung & Lehre

Geschichte des Botanischen Gartens Freiburg im Breisgau

1. Botanischer Garten 1620-1677

 
  • Erste botanische Gärten in Deutschland/Europa:
    • Padua & Pisa 1545
    • Leipzig 1580
    • Jena 1586
    • Heidelberg 1597
    • Gießen 1609
  • 1. Direktor: Jacobus Walter
1457 Uni Freiburg gegründet
1620 Gründung des Botanischen Gartens
1620-1677 als 'Hortus Medicus' in der Neuburg (Kreuzung Stadtstraße/Bernhardstraße, beim heutigen Stadtgarten) - medizinischer Garten zur Beobachtung am Objekt
1632 im 30jährigen Krieg weitgehend zerstört
1677 Freiburg durch französische Truppen eingenommen, Niederlegung der Vorstadt Neuburg für Vaubausche Festigungsanlagen
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2. Botanischer Garten 1766–1878

 
  • Systematischer Garten an der Dreisam bei der Kronenbrücke (Kreuzung: Kronenstr./Lessingstr.)
  • 2.7 ha groß
  • Initiiert durch den Aufschwung der Botanik/Naturwissenschaften in der 2. Hälfte des 18. Jhd.
  • Einfluss der aufgeklärten Wiens an vorderösterreichischen Universität Freiburg
  • Schicksal dieses Gartens geprägt durch: Überschwemmungen (vielfach) und Zerstörungen durch Kriegswirren (1796)
  • Ende des Gartens durch Wachstum der Stadt Freiburg
  • 1. Direktor: Baader (Prof. für Botanik & Chemie an der medizinischen Fakultät)
1805 Freiburg wird badisch
1827/1828 erste Gewächshäuser
1828 Direktor: Karl Julius Perleb (Mitglied der philosophischen Fakultät)
1829

ca. 3000 Arten im Garten

1830 internationaler Samentausch (heute: 500 Gärten weltweit)
1832 Direktor: Friedrich Karl Leopold Spenner (Direktor neben Perleb, von der medizinischen Fakultät)
1852 Direktor: Carl Wilhelm v. Nägeli (Münchner Gegner der Mendellehre, Mikroskopie, polarisiertes Licht)
1855 Direktor: Heinrich Anton de Bary (Begriff „Symbiose“, Pilze, Flechten, Morphologie, Physiologie, Flechtensymbiose)
1867 Direktor: Julius Sachs (Würzburg, Pflanzenphysiologie)
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3. Botanischer Garten 1879–1912/14

 
  • an der Stelle des heutigen Physik-Gebäudes im Institutsviertel (gegenüber Landesgefängnis)
  • Garten für Besucher geöffnet
1880-1882 Gartenanlage mit modernen Gewächshäusern, System und Arboretum
1907 Direktor: Johann Friedrich Oltmanns (philosoph. Fakultät, Prof. für Botanik, Algen, Pflanzenleben im Schwarzwald)
1910 Naturwissenschaftlich-mathematische Fakultät gegründet
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4. Botanischer Garten ab 1912/14

 
  • an heutiger Stelle in der Schänzlestraße, im Stadtteil Herdern, verbunden mit Arealvergrößerung, als geographischer Garten
1912/14 Bau des Institutsgebäudes
1915 Gewächshausanlage fertig gestellt
1920 Fertigstellung Freilandanlage – in Vegetationsgebiete und Vegetationselemente aufgeteilt
1932 Direktor: Friedrich Oehlkers (Cytologie, Genetik, Meiose, Mutationen)
1944 Zerstörung des Gartens durch Luftangriffe
1946–1955 Wiederaufbau des Gartens und der Gewächshäuser
1960 Direktor: Hans Mohr (Physiologie, Phytochrom)
1963-1968 Neubau eines modernen Institutsgebäudes
1965 Direktor: Dieter Vogellehner (Photomorphogenese)
seit 1965 neues wissenschaftliches Konzept für den BG - Mittelpunkt Evolution
1970–1972 Neubau Gewächshäuser
1970–72 Neubau Gewächshäuser & Betriebsgebäude
1973–74 Neugestaltung Freiland & Stammbaum-Modell
1994–95 neue Anzuchtsgewächshäuser & Eingangsbereich
2002 Direktor: Thomas Speck (Biomechanik fossiler und rezenter Pflanzen)
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5. Der Botanische Garten heute

Pflanzengeographie: Verschiedenartigkeit der Floren verschiedener Länder und Abhängigkeit von Klima (Alexander v. Humboldt).

Freiland: Demonstration verschiedener Vegetationsgebiete, z. B.

  • Asien
  • Nordamerika

bzw. verschiedener Vegetationselemente, z. B.

  • pontisch
  • mediterran

oder ökologisch interessanter Biotope, z. B.

  • Vegetation der Hochgebirge
  • Wasser

Gewächshäuser: Schau- & Anzuchtsgewächshäuser.